Woher kommen Gold und Platin im Universum?

Darmstädter Forschende verbessern Modelle zur Entstehung schwerer Elemente

31.07.2026

Woher stammen Gold, Platin oder Uran? Diese Frage beschäftigt Astrophysik und Kernphysik seit Jahrzehnten. Ein Forschungsteam der Technischen Universität Darmstadt hat nun einen wichtigen Schritt zum Verständnis der Entstehung dieser schweren Elemente gemacht. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht und zeigen erstmals, wie moderne ab-initio-Berechnungen von Atomkernen die Vorhersagen für die sogenannte r-Prozess-Nukleosynthese deutlich verbessern können.

Beobachtete r-Prozess Häufigkeitsverteilungen in der Sonne (schwarze Punkte) und berechnete Vorhersagen für eine simulierte Neutronensternverschmelzung (im Hintergrund): Ergebnisse mit den neuen ab initio berechneten VS-IMSRG Massen (im weiß markierten Bereich) inkl. Unsicherheiten (rot) und dem phenomenologischem Vergleichsmodell FRDM (blau).

Die Publikation

J. Kuske, T. Miyagi, A. Arcones und A. Schwenk: “r-process nucleosynthesis with ab initio nuclear masses around the N = 82 shell closure”, Physical Review Letters 137, 052701 (2026)

https://doi.org/10.1103/k4lv-436c